Julia in London

Abitur – und was dann? Für mich war von vornherein klar, dass es ins Ausland gehen sollte – ein neues Land erkunden, eine neue Sprache erlernen, neue Menschen kennenlernen. Da ich in meiner Freizeit schon immer gerne etwas mit Kindern unternommen habe, habe ich mich bei iSt beworben. Schnell wurden mir die ersten Familien vorgeschlagen und einige Skypeinterviews später hatte ich die perfekte Gastfamilie gefunden.

Dann ging es endlich los – auf in Richtung London mit großen Erwartungen im Gepäck! Und ich wurde nicht enttäuscht. Schon der Empfang am Flughafen war sehr herzlich und ich habe mich sofort wohlgefühlt. Nach einer Woche Einarbeitungszeit musste ich mich dann alleine um die beiden Kinder (ein Junge, 11 Jahre und ein Mädchen, 8 Jahre) kümmern!

Mein Tagesablauf bestand meistens darin, dass ich am Morgen beim Zubereiten des Frühstücks geholfen habe, für Claudia das „packed lunch“ vorbereitet und sie dann zur Schule gebracht habe. Am Nachmittag habe ich sie dann wieder abgeholt und zu einer ihrer zahlreichen Aktivitäten gebracht wie Ballett, private tuition oder Tap&Modern. Zu Hause angekommen war es meistens schon relativ spät und ich habe schnell Essen gekocht. Oft haben wir dann noch gemeinsam Klavier oder ein Spiel gespielt.

Dreimal die Woche bin ich zusätzlich zu einer Sprachschule gegangen. Dies hat mir geholfen, meine Grammatik zu verbessern und auch einen größeren Wortschatz zu bekommen. Im Juni 2015 habe ich zudem erfolgreich das Cambridge Advanced Certificate erworben.

Meine Freizeit habe ich überwiegend mit anderen Au Pairs verbracht, die ich vor allem durch die Sprachschule kennengelernt habe. Zu Beginn erkundeten wir natürlich erst einmal London und seine unterschiedlichen Stadtviertel, Museen etc. Nach und nach haben wir aber auch Ausflüge in andere Städte gemacht wie zum Beispiel Cambridge, Oxford, Bath, Brighton und Eastbourne. Zusätzlich hat meine Gastfamilie mich für ein verlängertes Wochenende mit in ihr Ferienhaus in Dorset genommen. Aber auch Wochenendtrips nach Schottland  (Edinburgh, St. Andrews) oder Paris waren kein Problem für meine Gastfamilie.

Alles in allem kann ich sagen, dass ich eine wahnsinnig tolle Zeit hatte. Ich habe mich selber weiterentwickelt, habe Freundinnen fürs Leben und in London ein zweites Zuhause gefunden. Aber jetzt freue ich mich aufs Studium und  darauf, meine Gastfamilie im November in Deutschland wiederzusehen.