Melissa in Perth

 

G’Day liebe Zukunfts „Aussies“!

Nachdem ich meine Bewerbung abgeschickt und mein Abi in der Tasche hatte und das nötige Kleingeld für mein Auslandsjahr verdient war, musste nur noch eine geeignete Gastfamilie gefunden werden. Nachdem es mit ein paar Gastfamilienvorschlägen nicht geklappt hatte, da diese schon bereits ein Au Pair gefunden hatten, bevor ich Kontakt aufnehmen konnte oder sich einfach gegen mich entschieden hatten, war mir klar, dass mein Abenteuer in Australien wohl etwas später losgehen würde als geplant. Aber  „Better late than never!“ Mitte Oktober bekam ich wieder eine Familie vorgeschlagen, welche mir durch E-Mails und Skype-Gespräche sehr sympathisch erschien.

Als diese Familie sich dann auch noch für mich entschieden hatte, war die Freude riesengroß und es ging los alles für meine Reise zu organisieren. Somit wurde auch kurzerhand meine Geburtstagsfeier, welche 4 Tage vor meinem Abflug war, zu einer Abschiedsparty. Am 31. Oktober ging es dann von Frankfurt via Dubai nach Perth. Auch wenn am Flughafen in Frankfurt einige Tränen geflossen sind, war die Vorfreude auf das Abenteuer Australien viel größer! Am Flughafen wurde ich von meinem Hostdad abgeholt. Zuhause habe ich dann den Rest der Familie, bestehend aus meiner Hostmum und meinen 2 Gastkindern Amy(4) und Lidia(6), kennengelernt.

Ich habe mich sofort willkommen gefühlt – da gab es keinen Platz für Heimweh! Das erste Wochenende hatte ich frei, um mich von dem langen Flug und Jetlag zu erholen und um ein bisschen meine neue Umgebung zu erkunden. Montags ging dann endlich mein Leben als Au Pair in Australien los. Mein Arbeitsalltag begann immer morgens zwischen 8:00-8.15 Uhr. Zuerst musste Lidia in die Schule gebracht werden (gegen Ende kam auch Amy 2-3 Tage/Woche in den Kindergarten). Während Lidia bis 15:00 Uhr in der Schule war, hatte ich viel Zeit für Amy. Wir haben viel gespielt, gebastelt und gemalt, wenn das Wetter nicht zu heiß war, ging es auch mal mit dem Fahrrad oder Roller zum nahegelegenen Park mit Spielplatz. Nach der Schule ging es meistens noch ein bisschen auf den Spielplatz, bevor es Zuhause an das Hausaufgabenmachen ging.

Sobald meine Gasteltern gegen 18:00 Uhr nach Hause kamen, hatte ich frei. Oft habe ich aber trotzdem meiner Gastmama beim Vorbereiten des Dinners  geholfen. Dienstags, samstags und sonntags hatte ich frei, zudem hatte ich während meines Aufenthaltes 2 Wochen frei. Diese Zeit habe ich mit anderen Au Pairs, die im Laufe der Zeit sehr gute Freundinnen von mir geworden sind, verbracht. Wir haben Ausflüge nach Rottnest Island, in den Wildlife Park, in viele verschieden Nationalparks gemacht, sind mit Delfinen geschwommen und vieles vieles mehr.  In Western Australia gibt es einfach sehr viel Schönes zu entdecken! Am Osterwochenende war meine Au Pair-Zeit leider schon zu Ende und es hieß Abschied nehmen. Auch wenn es manchmal echt anstrengend sein kann ein Au Pair zu sein, ist und war es eine richtig tolle und erlebnisreiche Zeit, die ich nicht missen möchte!

Nach einem tränenreichen Abschied von meiner sehr liebgewonnenen Gastfamilie, ging meine Reise mit meiner Au Pair-Freundin los! Zuerst ging es für 3 Wochen nach Neuseeland, um dort Nord-und Südinsel zu erkunden. Danach ging es zurück in unser  „beloved Australia“, um dort mit einem gemietet Campervan die Ostküste zu bereisen. Anschließend ging es noch für eine Woche ins Northern Territory, um dort Darwin und Alice Springs und den Uluru zu erkunden.  Nachdem die Australienreise in Alice Springs endete, ging es noch einmal zurück nach Perth zu meiner Gastfamilie, da ich dort meinen riesigen Koffer, mit all den Dingen die ich für meine Reise nicht gebraucht habe, gelassen habe. Es war total schön noch einmal alle wiederzusehen und ein paar schöne Tage mit ihnen verbringen zu dürfen. Vor allem haben aber Lidia und Amy sich gefreut mich wiederzuhaben, auch wenn es nur für ein paar Tage war. Der erneute Abschied fiel beiden Seiten sehr schwer! Nachdem ich Australien hinter mir gelassen hatte, habe ich noch 2 Wochen in Asien verbracht, bevor es dann endgültig wieder zurück ins „Good (c)old Germany“ ging.

 Es war eine unglaubliche tolle Zeit in Down Under mit vielen tollen Erlebnissen und Erfahrungen! Ich bin sehr froh darüber, diesen Schritt gewagt zu haben und würde es jeder Zeit wieder tun!

 Travel as much as you can. As far as you can. As long as you can. Life is not meant to be lived in one place.  Have fun in Down Under!