Sandra in Florenz

Anfangs hatte ich große Schwierigkeiten, mich in Florenz einzufinden. Die Sprachbarrieren waren ausschlaggebend und mit meiner Gastmutter hat es auch nicht so richtig funktioniert. Ich fühlte mich nicht wohl in Gegenwart der Gastmutter. Unsere Charaktere waren einfach zu unterschiedlich. Nach drei Wochen bin ich zu meiner Betreuerin gegangen und habe ihr mein Anliegen geschildert. Noch in derselben Stunde konnte ich eine ganz liebe Gastmama kennen lernen. Drei Tage darauf habe ich mit deren AuPair Mädchen getauscht und mich elf Monate pudelwohl gefühlt.

Ich vermisse die beiden Jungs sehr und habe leider nicht die ersten Schritte des Kleineren miterleben können, so dass ich mich schon sehr freue, sie alle wieder zu sehen. In den Herbstferien fliege ich wieder nach Florenz. Ich musste meine Wintersachen bei ihnen lassen, da sich in dem Jahr einiges angesammelt hatte. Außerdem habe ich mich vor einem halben Jahr verliebt… und dies machte die Rückkehr noch schwerer. Alle zwei Monate versuchen wir nun ein Wiedersehen zu arrangieren. Zurzeit mache ich mein Fachabitur. Mein Ziel ist es darauf aufzubauen, wieder zurückkehren zu können nach Florenz mit einem festen Untergrund als Voraussetzung. Eine sprachliche Ausbildung und Beziehungen in Florenz machen hoffentlich aus meinem Traum Wirklichkeit. Florenz hat mich verändert. Ich bin selbstbewusster und offener gegenüber Fremden geworden.

Auch das Praktizieren der Sprache ist wichtig, selbst im Englischen bin ich jetzt besser, denn Florenz ist die Stadt der Sprachen. Spanier, Türken, Amerikaner, Japaner, Deutsche, die ganze Welt lebt dort. Zwar nicht für immer, aber die die dort waren, wollen grundsätzlich zurückkehren. Ich empfehle jedem ein AuPair Jahr zu machen, der sein Leben verändern will. Oftmals ist man in Florenz ein anderer Mensch. Man lernt von sich Seiten kennen, die man selbst nie für möglich gehalten hätte.

Eure Sandra