Julia in Ann Arbor,Michigan

Mein Jahr als Aupair begann mit dem Flug von Frankfurt nach New York City. Schon gleich am Abflugschalter traf ich ein weiteres angehendes Aupair. Nach dem Flug versammelten sich alle Aupairs vor den Grenzkontrollen und zusammen zogen wir los. Nach dem jede ihr Gepäck hatte ging es weiter und wir warteten auf den Shuttelbus der uns zum Workshop fahren sollte. Die Stimmung unter uns war von Anfang an freundlich und herzlich, auch wenn wir alle nach dem langen Flug ein wenig erschöpft waren. Aber ich denke es tat uns allen gut, andere um uns herum zu haben, die gerade das Gleiche erlebten wie wir selbst.

Nach dem Workshop ging es für mich weiter nach Ann Arbor, Michigan. Mit meinen Gasteltern und Jasmine (11), Ryan (8) und Nicole (5), verstand ich mich von Anfang an sehr gut. Ich wurde herzlich empfangen und es wurde mir immer das Gefühl von „zu Hause“ sein vermittelt. Das gute Verständnis zwischen mir und meinen Gasteltern machte aus uns ein gutes Team.

Einige Tage nach dem ich in Ann Arbor angekommen war, hieß es im Krummel/Powell Haus „auf in den Urlaub“. Zuerst ging’s für einige Tage nach Chicago. Wenige Tage später brachen wir zu einer Wohnwagen-Tour nach Kanada zu den Niagara Fällen auf, machten in New York State Halt und statteten einer Insel auf dem Lake Erie einen Besuch ab. Ende August verbrachten wir ein Camp-Wochenende im Norden Michigans mit der Kirchengemeinde meiner Gastfamilie. Auch Ende Dezember verschlug es uns zum Ski Fahren noch einmal nach Nord Michigan. Ende Februar flog ich für 5 Tage nach Tucson, Arizona – ein Traum!


Zu dem gab es noch einige Wochenend – Trips nach Indiana oder und nach Ohio.

Anfang September begann für mich meine Zeit am College und ich belegte 2 Klassen. Im Januar belegte ich noch mal eine Klasse, da es mir im College von Anfang an auch sehr gut gefiel.

Kurz vor meiner Abreise in die USA war ich noch der festen Überzeugung, niemals von Heimweh heimgesucht zu werden. Doch ich wurde bald eines anderen belehrt. Es trifft wirklich jeden, früher oder später. Für diese Zeit ist es schön, sich persönliche Erinnerungen von Familie, Freunde und der Heimat mit zu nehmen. Und gerade in dieser Zeit ist es wichtig, dass man zwar traurig ist, aber sich auch aktiv in den USA beschäftigt. Sport treiben, Spaziergänge, Treffen mit Councelor und Aupairs helfen jedem, nach 1-2 Wochen das Heimweh immer mehr zu überwinden. Und das „Durchhaltevermögen“ zahlt sich dann auch aus.

Wegen der Sprache hatte ich mir nie große Sorgen gemacht und ich wurde nicht enttäuscht. Es ist wirklich so, dass so bald man in USA ist und sich quasi mit der fremden Sprache „durch kämpfen“ muss, das Englisch wie von selbst kommt…

Wenn ich zurück blicke, kann ich sagen, dass dies eines der schönsten Jahre in meinem Leben war. Und auch, wenn ich einige Dinge/Personen loslassen musste während dieses Jahres – kann ich sagen, dass sich diese „Verluste“ für dieses Jahr wirklich gelohnt haben!

Julia Werner