Tina in San Francisco,Kalifornien

Ich war nie eine besonders selbstbewusste Persönlichkeit, war meist ein wenig schüchtern und meine Englischkenntnisse waren nicht besonders gut. Wahrscheinlich treffen einige Teile dieser Beschreibung auch auf dich zu. Trotzdem habe ich den Schritt gewagt und mich entschlossen, ein Jahr als AuPair nach Amerika zu gehen. Wenn du dir noch nicht sicher bist, kann ich dir nur sagen: TRAU DICH!

iSt hat mich von Anfang an sehr gut betreut und beraten. Die Vortreffen mit den ehemaligen AuPairs haben mir schon mehr Sicherheit gegeben und die meisten Fragen beantwortet. Bald erfuhr ich dann auch das Ziel meiner langen Reise – San Francisco!

Also, auf ging es nach New York. Ich hatte schon ein mulmiges Gefühl, doch es war alles halb so wild. Du wirst schon am Flughafen zahlreiche AuPairs treffen, mit denen du die ganze Zeit quatschst und ehe du dich versiehst, prasselt der erste Eindruck in dieser atemberaubenden Stadt New York auf dich ein. Bei der Schulung lernst du viel über die amerikanische Kultur und einige Unterschiede in der Erziehung. Ganz wichtig und hilfreich ist, dass du die ersten AuPairs kennen lernst, die in deiner Nähe wohnen werden. Dort wird viel gelacht und besichtigt und der Kummer der Abreise ist schnell wieder vergessen.

Kurz vor der Ankunft in San Francisco hatte ich selbstverständlich noch ein paar Ängste, ob die Kinder mich mögen oder ob ich mich zurecht finden werde. Doch die beiden Mädchen haben mich sofort umarmt, mir ihre Zimmer gezeigt und auch die Eltern haben mir einen herzlichen Empfang bereitet. Die Gastfamilien wissen meist auch wie seltsam das Gefühl am Anfang ist und werden alles Mögliche tun, damit du dich wohl und heimisch fühlst. Natürlich gibt es auch mal Stress oder Missverständnisse, so wie in jeder Familie. Die kann man nur beseitigen, wenn man auch offen über alles spricht.

Meine Gastmutter war wie eine gute Freundin für mich. Wir haben über alles gesprochen und auch oft zusammen was in unserer Freizeit unternommen. Ich wurde in alle Familienfeiern und Aktivitäten mit einbezogen und fühlte mich wie ein Bestandteil der Familie.

Am meisten Spaß hatte ich mit meinen beiden Mädchen. Die waren 3 und 6 Jahre alt und die Ältere hat mir auch oft mit der englischen Sprache geholfen und innerhalb kürzester Zeit wirst du natürlich fließend englisch sprechen. Wir haben viel unternommen, waren im Zoo, auf dem Spielplatz, schwimmen oder in der Kinderbücherei. Es war so schön, wenn du gehört hast, dass sie dich lieb haben oder du wirst die Kinder vom ersten Tag an in dein Herz schließen.

Natürlich wirst du auch viel Zeit für dich haben. Du wirst dich mit den anderen AuPairs treffen, die ganz schnell zu richtig guten Freunden werden. Außerdem wirst du zusätzlich viele Amerikaner kennen lernen. Ich habe jetzt noch Kontakt zu all meinen Freunden aus meinem AuPair Jahr. Ihr werdet über alles reden, könnt füreinander da sein, ausgehen und zusammen verreisen. San Francisco ist eine der schönsten Städte in den USA und du wirst sicherlich auch viel reisen können, um am Ende deine Lieblingsstadt zu finden. Ich war u.a. in Las Vegas, Los Angeles, Orlando, Miami, Salt Lake oder auch in Kanada und auf Hawaii. In diesem Jahr wirst du so viele Eindrücke sammeln und erleben, du wirst Erinnerungen fürs Leben mit nach Hause nehmen.

AuPair zu sein war eine sehr gute Entscheidung. Es gab sicherlich auch schwere Zeiten, doch gerade das zu meistern, ist eine der vielen Herausforderungen. Dieses Jahr hat mir die Augen für die Welt geöffnet. Ich habe viel über mich selbst und andere Kulturen gelernt und all diese tausend Erfahrungen haben meinen Charakter für das Leben gestärkt. Ich habe eine zweite Familie und eine zweite Heimat gefunden. Ich hoffe, dein Jahr wird auch so eine tolle Erfahrung sein!