Yvonne in Portland,Oregon

Ups!!! Da saß ich nun im Flugzeug gen USA. Nun gab es kein zurück mehr. Voller Ungewissheit, aber auch voller Vorfreude ging es für ein Jahr an das andere Ende der Welt. Nach einem viertägigen Workshop in New York erwarteten mich meine Gasteltern, deren zwei Kinder und ihr damaliges AuPair an meinem Zielort in Portland, Oregon. Blumen, Kuscheltiere und ein großer Welcome – Luftballon wurden mir entgegengestreckt. Der Empfang war total herzlich und wischte auch die kleinsten Zweifel an der Richtigkeit meiner Entscheidung entgültig weg. Mit Bauchschmerzen vom langen Sitzen im Flugzeug und total geschafft wollte ich dann aber doch nur noch ins Bett. Zu frisch waren all die Eindrücke, die in den ersten Tagen auf mich eingestürmt sind. Am nächsten Tag konnte das gegenseitige Beschnuppern dann anfangen. Das Leben in den USA ist schon etwas anders als in Deutschland, aber total spannend.

Zu meinem Glück hatte meine Gastfamilie meine Vorgängerin gebeten, noch ein paar Tage länger mit uns zu verweilen, um mir das Eingewöhnen etwas zu erleichtern.

Die Kleinen waren anfangs etwas skeptisch über den „Neuzugang“, aber bald hatte ich ihr Herz erobert und von da ab lief alles wie von selbst. Es ist schon erstaunlich, wie schnell man sich an zwei solche Wesen gewöhnen und sie aus seinem Leben nicht mehr wegdenken kann. Während meines Aufenthaltes zogen wir typisch amerikanisch auch einmal mit Kind und Kegel in eine anderes Haus um. Das war ganz schön viel Arbeit, hat uns aber alle zusammengeschweißt. Ich wurde in das Familienleben völlig integriert und in jegliche Aktivität oder Freizeitgestaltung mit einbezogen. Portland und meine Gastfamilie wurden zur zweiten Heimat für mich. Es war eine wunderschöne und unvergessliche Zeit, die ich mein Lebtag nicht vergessen werde.

Während des AuPair – Meetings, die einmal im Monat stattfanden, schloss ich viele, bis heute andauernde Freundschaften. Mit ihnen verbrachte ich einen Großteil meiner Freizeit. Unseren Urlaub nutzten wir, um die vielen Fassetten dieses großartigen Landes zu erforschen.

Als es nach dreizehn Monaten an der Zeit war, Lebewohl zu sagen, fiel das ganz schön schwer. Zu sehr hatte ich mich an meine zwei Kleinen gewöhnt. Glücklicherweise gibt es Telefone und Flugzeuge, die es möglich machen, weiterhin in Kontakt zu bleiben.

Ich kann jedem, der sich entschließt, ein Jahr als AuPair in die USA zu gehen, nur sagen: „Tut es!“

Es wird ein unvergessliches Erlebnis werden!