Katharina in Trondheim

Bevor man sich in das Abenteuer eines Au Pair Aufenthaltes stürzt, stellt man sich natürlich die Frage: wohin solls gehen?
Vor einem Jahr zog es mich als Au Pair nach Norwegen, denn ich wollte etwas anderes als die beliebten Ländern England, Neuseeland oder Frankreich kennenzulernen.

Statt in Oslo bin ich in Trondheim gelandet. Die Stadt ist zum einen Studentenstadt, trotzdem fährt man nur ein paar Minuten aus der Innenstadt und ist schon mitten in der Natur. Die unglaublichen Berglandschaften und ausgedehnten Wälder und die Fjorde bezauberten mich vom ersten Augenblick an. Norwegen bietet so viel: die meisten Norweger zeichnen sich durch eine eher gelassene, sehr freundliche und offene Art aus. Für mich gab es keine großen Schwierigkeiten mit dem Einheimischen in Kontakt zu kommen. Sobald man Norwegen als Ziel angiebt, wird man meistens vor der langen, kalten und dunklen Winterzeit gewarnt. Je nachdem wie weit im Norden man wohnt trifft dies natürlich stärker oder weniger zu. Die Norweger haben sich eine Lösung gegen Winterdepressionen ausgedacht: „selskap“.

Die Familienzugehörigkeit wurde in meiner norwegischen Familie großgeschrieben. Ich habe ein sehr gutes und herzliches Verhältnis zu den Großeltern entwickelt und die Traditionen, wie das festliche Weihnachten, im Familienverbund erleben dürfen. In Lektion Herzlichkeit habe ich viel in den Monaten dazugelernt.

Als Au Pair verbringt man viele, viele Stunden mit den Kids und man darf auch meistens im Haushalt mit anpacken. Nachdem die Sprache relativ erlernt war, war die Zeit mit den Kids für mich manchmal stressig, aber auch ganz oft herzerwärmend. Internationale Kontakte kann man sehr gut knüpfen, weil in Norwegen sehr viele Kulturen zusammentreffen. Wenn man nichts gegen die raue Natur Norwegens hat, ein Händchen für Kinder hat und Spaß daran hat Norwegisch als neue Sprache zu erlernen, kann ich nur empfehlen sich auf die Herausforderung eines Au Pair Jahres in Norwegen einzulassen.

Rückblickend ziehe ich mein persönliches Fazit, dass meine Au Pair Zeit einige Herausforderungen mit sich brachte, manchmal die Heimat fehlte, aber ich mit neuen Lachfalten zurück nach Deutschland komme, so viele kleine und große Erlebnisse bleiben für mich unvergesslich und für mich steht fest, dass ich nicht das letzte Mal in Norwegen war, sondern dass Land und Leute auch meine Zukunft prägen werden.   

Katharina