Kerstin in Auckland

Mein Au Pair Jahr

Es fing alles an mit meinem Verlangen etwas zu erleben um dies wollte ich am besten im Ausland. Meine Englischkenntnisse waren ebenfalls ganz okay und ich liebte es auf Kinder aufzupassen. Daher beschloss ich ein Au pair zu werden.

Ich habe mir verschiedene Agenturen angeschaut und mich letztendlich für iSt entschieden.
Dann ging es los mit dem Bewerben. Ich musste einige Dokumente von verschiedenen Gruppen, in denen ich mich engagiert habe, ausfüllen lassen. Dies hat einige Zeit in Anspruch genommen. Diese Dokumente mit persönlichen Bildern und einem einseitigen Brief an die Gasteltern habe ich dann der Agentur zugeschickt. Sie hat vieles für mich übernommen.

Dann kamen die ersten Familienangebote per Mail. Mit der zweiten Familie habe ich geskypt und mich genauer über ihr Leben und ihre Gewohnheiten informiert.
Wir haben einander sofort sympathisch gefunden und beschlossen miteinander ein Jahr zu verbringen. Nachdem dies erfolgreich abgeschlossen war, ging es daran meinen Flug zu buchen. Nachdem ich dann endlich mein ABI in der Tasche hatte, ging es nach Neuseeland. Ich war schrecklich nervös, denn ich ging in etwas Ungewisses hinein. Ich wusste nicht ob mir das Land gefällt, ob ich Freunde finden würde oder ob ich mit meiner Gastfamilie auskommen würde. Ebenso hatte ich hier niemanden den ich kannte oder den ich um Hilfe bitten konnte. Nachdem ich jedoch in meinem Hotel angekommen war, habe ich schon die ersten anderen Au pairs kennengelernt. Alle waren sehr offen und man konnte sofort die ersten Freundschaften schließen.
Ich habe währenddessen zwei Freunde kennengelernt mit denen ich anschließend ständig zusammen war. Ebenfalls sind wir jedes zweite Wochenende gemeinsam auf Erkundungstour in verschiedene Städte gegangen.

Nachdem mich meine Hostdad ein paar Tage später vom Hotel abgeholt hat, war ich wieder sehr aufgeregt. Doch dies war gar nicht nötig, denn als wir in meinem neues Zuhause ankamen wurde ich herzlich von den Kindern begrüßt, wobei die Kleinere noch sehr schüchtern war. Am Anfang meiner Zeit hier musste ich viel lernen, wie zum Beispiel was für Essen die Kinder mögen, was sie für die Schule brauchen oder wie genau das Fahren auf der linken Seite funktioniert.

Zwischendurch erscheint es einem manchmal etwas viel zu sein, jedoch wissen das auch die Gasteltern und akzeptieren Fehler und helfen dir dabei es richtig zu machen.

Jetzt bin ich schon fast acht Monate zusammen mit meiner Gastfamilie und ich habe sie sehr ins Herz geschlossen. Natürlich haben wir manchmal Meinungsverschiedenheiten, aber welche Familie hat diese nicht. Jedoch überwiegen die schönen Momente die wir gemeinsam haben.

Ich habe ein extrem gutes Verhältnis zu meinen Hostkindern, wir kuscheln öfters miteinander oder albern einfach miteinander herum. Ich weiß mittlerweile genau was von mir erwartet wird und habe mich sehr gut eingelebt. Ich weiß jetzt schon dass wenn ich im Juli wieder Nachhause gehe, werde ich meine Gastfamilie sehr vermissen, sowie meiner Zeit hier hinterher trauern.
Jedoch werde ich bis dahin soviel erleben und tun wie nur möglich.

Ich kann jedem der überlegt ein solches Jahr zu machen, es nur empfehlen.

Man muss offen für Neues sein und auch dazu bereit sein vieles zu akzeptieren. Aber es bringt einem persönlich sehr viel und ich habe bei mir besonders gemerkt, dass ich reifer und unabhängiger geworden bin.

Ich liebe es hier in Neuseeland und würde jederzeit wieder dieselbe Entscheidung für ein Auslandsjahr treffen.