Au Pair Erfahrungsberichte

Ein Traum vieler junger Menschen ist es, eine Weile im Ausland zu leben und Erfahrungen als Au-pair zu sammeln. "Au pair" ist französisch und bedeutet so viel wie "im Gegenzug". Was das genau bedeutet, erfährt ihr am besten, wenn ihr die Erfahrungsberichte unserer ehemaligen Au-pair-Teilnehmer lest. Beide Seiten - das Au Pair und die Gastfamilie - profitieren von der gemeinsamen Zeit, die sie miteinander verbringen: Das Au Pair wird von der Gastfamilie mit Essen, Unterkunft und Taschengeld versorgt und hat gleichzeitig die einmalige Gelegenheit, die fremde Sprache und Kultur des Gastlandes kennen zu lernen. Die Gastfamilie profitiert von dem Au Pair, indem es sich liebevoll um die Kinder der Familie kümmert und kleine Aufgaben im Haushalt übernimmt. Kinder anziehen und das Frühstück vorbereiten, sie zur Schule bringen, gemeinsam spielen, das Kinderzimmer aufräumen, vorlesen oder bei den Hausaufgaben helfen - all das sind typische Au Pair Tätigkeiten, wie unsere Au Pair Erfahrungsberichte zeigen.

Doch was die Au-pair-Teilnehmer mit nach Hause nehmen, ist weit mehr als nur ein breiter Erfahrungsschatz und ein Plus an Fremdsprachenkenntnissen: Durch die Nähe zur Gastfamilie baut fast jedes Au Pair eine tiefe Bindung zu "seiner" Familie auf, die weit über die eigentliche Au Pair Zeit hinaus anhält. Oft besuchen sie sich später gegenseitig oder schreiben sich Briefe und E-Mails. Das Wort "Gastfamilie" hat für jedes einzelne Au Pair eine ganz persönliche Bedeutung, wie die Erfahrungsberichte der Au Pairs zeigen. Bist du interessiert? Dann starte jetzt dein persönliches Au Pair Abenteuer!

Kim in Waiuku

Schade, dass meine schöne Zeit in Neuseeland leider schon vorbei ist. Ich habe ein halbes Jahr in der schönen Kleinstadt Waiuku verbracht. In dieser Zeit habe ich Freunde fürs Leben, aus verschiedensten Ländern, gefunden, bin sehr viel gereist und habe nun eine zweite Familie am anderen Ende der Welt, die mich mehr wie ein Familienmitglied, als wie ein AuPair behandelt hat. Wir waren zusammen auf den Fidschi Inseln, sind über das Wochenende auf Trips gefahren, waren wöchentlich in verschiedenen Restaurants essen und haben sonst auch viel zusammen erlebt. Am Ende meiner Zeit flossen bei uns allen die Tränen.

Meine „Kiwi-Family“ bestand aus meinen beiden Gasteltern, deren Tochter (10) und ihrem Sohn (8). Da meine Gasteltern getrennt lebten, und ich bei dem Gastvater und seiner neuen Frau gewohnt habe, musste ich nicht jeden Tag unter der Woche arbeiten, dafür aber jedes zweite Wochenende.

Mein Alltag bestand daraus, die Kinder morgens für die Schule fertig zu machen und die Lunchbox zu packen. Anschließend habe ich sie zur Schule gefahren und hatte dann von neun bis 15 Uhr Freizeit, wie die meisten AuPairs mit schulpflichtigen Kindern. In dieser Zeit habe ich mich mit Freunden, oder meiner Gastoma, getroffen, war im Fitnessstudio, oder bin zu Sehenswürdigkeiten, oder Einkaufsmalls, nah bei gefahren. Da ich ein eigenes Auto hatte, war es einfach überall hin zu kommen. Am Nachmittag wurden die Hausaufgaben gemacht, um anschließend zu verschiedensten Freizeitaktivitäten zu fahren. An den Wochenenden haben wir entweder als Familie etwas Spaßiges unternommen, oder ich habe die Kinder alleine unterhalten, wie zum Beispiel mit Wasserschlachten oder Brettspielen. An manchen Tagen sind wir auch in den Freizeitpark, oder Zoo, in Auckland gefahren oder haben Minigolf gespielt. Die Tage endeten damit, dass ich die Kinder nach dem Abendessen und etwas Familienzeit, zu der ich natürlich gehörte, ins Bett gebracht habe.

Um Freunde zu finden, gibt es in jedem Ort in Neuseeland sogenannte „Coffee-Groups“. Hierbei treffen sich mehrere AuPairs einmal die Woche in einem Café und tauschen sich aus. Es ist also ziemlich leicht, neue Kontakte zu knüpfen. Auch beim Thema Urlaub sind die Neuseeländer sehr offen. So war ich mit meiner Gastfamilie auf Fidschi und bin anschließend eine Woche nach Sydney geflogen. Auch ein Trip auf die Südinsel Neuseelands ist ein „Must-do“.

Meine Fremdsprachenkenntnisse haben sich in Neuseeland auf jeden Fall verbessert. Da ich bereits vor vier Jahren für einen High-School Aufenthalt Kanada war, habe ich mich allerdings mehr auf das Lernen des Neuseeländischen Akzents fokussiert, da ich die Sprache schon sehr gut beherrscht habe.

Insgesamt würde ich meine Zeit in Neueeland als eine der besten Erfahrungen meines Lebens beschreiben, die mir eine Familie am anderen Ende der Welt gebracht hat. Ich habe Eindrücke bekommen, die ich anders nie hätte bekommen können, bin selbstständiger und verantwortungsbewusster geworden. Über die Erziehung von Kindern lernt man auch sehr viel, auch wenn es in manchen Bereichen einfach nur der Fakt ist, wie man seine eigenen Kinder nicht erziehen würde.

Ich habe mich für einen AuPair-Aufenthalt entschieden, da man im Vergleich zu Work & Travel ein festes Dach über dem Kopf hat. Außerdem eine Familie, die sich mit um einen kümmert und einen Ort bietet, um immer wieder nach Neuseeland zurückzukehren, oder auch Besuch aus Deutschland zu empfangen. Man kommt mindestens genauso viel rum, wie bei Work & Travel, muss es eben nur mit der Gastfamilie abklären. Es ging dabei für mich um ein Gefühl der Sicherheit und ich kann es jedem empfehlen, ein AuPair zu sein.

Weitere Erfahrungsberichte aus Erfahrungsberichte - Au Pair

Madelaine in London

Nach meinem Abitur im Jahr 2015 habe ich erst ein FSJ in einem Kinderheim absolviert, bevor ich dann im Sommer 2016 mein…